CDU Stadtverband Lüdenscheid / Kreisverband Mark
So geht Lüdenscheid!

Vorsitzender des deutsch-türkischen Forums in der CDU NRW wirbt für mehr Dialog in der Integrationspolitik

Bei der Mitgliederversammlung der CDU Lüdenscheid, unter der Leitung von Ralf Schwarzkopf, warb der Vorsitzende des Deutsch-Türkischen Forums der CDU NRW, Bülent Arslan, in seinem Gastvortrag zum Thema „Chancen und Herausforderungen der Integration in Deutschland” für mehr aktive Mitgestaltung in der Integrationspolitik. Nach einem Grußwort unseres Landtagskandidaten Oliver Fröhling, indem dieser die Mitglieder thematisch auf die Herausforderungen des kurzen Wahlkampfes vorbereitete, führte Arslan aus, das Integration ihren Kern im sozialen und wirtschaftlichen Bereich, insbesondere der Bildung, hat.  Dem Dialog und dem Austausch unter den Menschen, gerade auch im privaten Bereich, komme große Bedeutung zu.
In diesem Zusammenhang wies die stellvertretende Vorsitzende der CDU Lüdenscheid und Vorsitzende der Frauenunion Lüdenscheid Ingbritt Abramson in der anschließenden Diskussion darauf hin, dass die Frauen meist das Zentrum der Familie seien und damit integrative Bemühungen gerade hier ansetzen müssten.

Arslan führte in seinem Vortrag weiter aus, dass erschwerend bei der Annäherung sei, dass das kulturelle Umfeld in Deutschland sehr rational geprägt ist. Integration habe viel zu tun mit Gefühl. Eine Möglichkeit der besseren Integration sieht Arslan in der Vermittlung: Ziel müsse es sein, sich als Deutsche und Migranten unter dem Begriff des Patriotismus zu versammeln. Dieses Verständnis sei in Deutschland aber leider nicht vorhanden. Das Verständnis für „Nation” müsse sich verändern. Es herrsche ein Widerspruch zwischen der gesetzlichen Ordnung und dem gesellschaftlichen Verständnis. Dies habe etwas mit dem Nationenbegriff zu tun. Gerade im Vergleich des türkischen und deutschen Verständnisses von Nation fände eine Übertragung auf die jeweils andere Gruppe statt, weil beiden Nationenbegriffen, demjenigen in Deutschland und demjenigen in der Türkei der Widerspruch zwischen gesetzlicher Ordnung und gesellschaftlichem Verständnis immanent sei. Zudem wäre das kulturelle Umfeld in Deutschland sehr rational orientiert. Viele Migrantengruppen seien von der Mentalität her emotionaler veranlagt.

Arslan schloss damit, dass er die Union als seiner Ansicht nach prädestiniert für die gesellschaftliche Begleitung des Integrationsprozesses ansieht, gerade auch aufgrund des durch die CDU vertretenen Menschenbildes.