CDU Stadtverband Lüdenscheid / Kreisverband Mark
So geht Lüdenscheid!

Arbeitskreis Umwelt zur Waldexkursion auf der Gasmert unterwegs

Unter Führung des bekannten Försters Fritz Grüber erkundigten sich die Mitglieder des Arbeitskreises und interessierte Bürger über den aktuellen Stand der Wiederherstellungsmaßnahmen 2 ½ Jahre nach Kyrill. Welche Lehren wurden aus der Katastrohe gezogen die schlagartig die 4 fache Jahresmenge an Holz freisetzte?
Der Waldraubbau in den USA, Kanada und auch in Skandinavien kam hier der deutschen Waldwirtschaft und ihren 1,2 Mio Beschäftigten zu Gute. Allein die USA müssen mittlerweile 80% ihres Holzbedarfes importieren und da außer Deutschland kaum ein Land auf nachhaltige Forstbewirtschaftung setzt, fehlt so jedes Jahr mehr des Rohstoffes Holz in der Bauindustrie.
Wie die Teilnehmer erfahren mussten, war teilweise die schonende Verjüngung der Waldflächen, mit zu altem Baumbestand als Schutz für die nachwachsenden Bäume, für die hohe Rate umgefallener Bäume mitverantwortlich. Hier hätte der Altbestand schon bis zu 20 Jahren früher gefällt werden müssen. Hier findet aber ein Umdenken statt. Ziel ist es, dass sich die Vegetation in standörtlich ausgelesenen Pflanzengesellschaften selbst organisiert, und dass jeder Standortszustand entsprechend der gegebenen pflanzengeografischen Situation einen spezifischen natürlichen Vegetationszustand hervorbringt.
Dieses vom Botaniker Reinhold Tüxen 1956 begründete ökologische Konzept des Waldumbaus steht somit im Spannungsfeld zwischen Forstkultur und Waldnatur. AK Leiter Stefan Pietzner versprach schon jetzt eine weitere Veranstaltung über dieses Thema bezogen auf die heimische Flora und Fauna folgen zu lassen.