CDU Stadtverband Lüdenscheid / Kreisverband Mark
So geht Lüdenscheid!

Podiumsdiskussion der Bürgermeisterkandidaten

Am heutigen Samstag stellten sich die Kandidaten Christel Gabler (CDU), Jens Holzrichter (FDP), Peter Oettinghaus und Amtsinhaber Dieter Dzewes (SPD) den Fragen von LN-Chefredakteur Hans Willms und Radio MK Chefredakteur Andreas Heine. Die VHS Lüdenscheid, als Veranstalter dieser Podiums-diskussion, konnte zahlreiche interessierte Lüdenscheiderinnen und Lüdenscheider im Bürgerforum des Rathauses begrüßen.
 Herr Heine begann mit einer kurzen Vorstellungsrunde der Kandidaten. Schon bei den ersten Fragen setzte Dieter Dzewas auf Harmonie und Gemeinsamkeiten, er erwähnte gerne umgesetzte Ziele die man gemeinsam mit der CDU in den letzten Jahren erreicht habe. „Da stimme ich Frau Gabler zu!” war sogar wiederholt eine Reverenz an unsere CDU-Kandidatin und erweckte den Eindruck, Herr Dzewas werde sein Kreuz am 30. August für Christel Gabler machen…
Die teilnehmenden Politiker vermochten eher allgemein bis ab(aus)schweifend auf die durchaus gezielten Fragen der Moderatoren zu reagieren. Wenig gezielte, aber auch einige konstruktive Pläne wurden den mehr als 100 Interessierten im Bürgerforum vorgestellt.

Schwerpunkte der Bürgerfragen gingen in die Richtung nachhaltiger Jugend- und Seniorenpolitik, die gerade Christel Gabler mit gutem Sachverstand erläutern konnte und dabei die zahlreichen Treffen mit Alt und Jung berücksichtigte.

Zum städtischen Erscheinungsbild und den damit verbundenen durchaus kontroversen Ansichten der Bürger, die in einem Radio MK-Mitschnitt eingespielt wurden, konnte durchaus Konsens unter den Bürgermeisterkandidaten erzielt werden. Lüdenscheid hat in den letzten Jahren an Charakter gewonnen und ist sicherlich lebenswert, wenn unsere Stadt auch keine Metropole mit endlosen Kulturangeboten und sicherlich an einigen Stellen verbesserungswürdig ist.

Ebenso wurden die ehemaligen Bahnhofsgelände in Lüdenscheid und Brügge angesprochen, die beide allerdings in Kürze einen positiven Wandel erfahren werden; erste Baumaßnahmen wurden hier bereits begonnen, weitere sind in Planung. Klar müsse sein, so sind sich die Politiker einig, dass nicht alles was wünschenswert wäre, im Rahmen der derzeitigen Finanzlage der Stadt auch umsetzbar ist; Sparmaßnahmen sehen alle jedoch nicht in einem Abbau von Verwaltungsstellen im Rathaus, nur durch eine kompetente Arbeit könne auch die Arbeit des Bürgermeisters gestärkt werden.

Die bereits im Rat der Stadt debattierte Erschließung weiterer Industrie- und Wohnflächen in und um Lüdenscheid musste der Leerstand von Geschäften und Wohnungen im Innenstadtbereich entgegengesetzt werden. Hier versprechen die Bürgermeisterkandidaten aller Parteien Abhilfe zu schaffen und für eine zentrale Ansiedelung von gewerblichen wie privaten Mietern Anreize zu schaffen. Weitere Einschnitte in die Natur zur Erschließung neuer Wohngebiete werde es mit der CDU nicht geben, stellte Christel Gabler klar heraus.



Teilweise sehr spitzfindige Fragen von Seiten der Anwesenden wurden vom amtierenden Bürgermeister klar in die Schranken gewiesen. Frau Gabler ließ ebenso keine Provokationen zu und verwies ruhig auf das Wahlkampfprogramm. Auf die Frage, welche Befähigungen die Kandidaten mit in die Arbeit des Bürgermeisteramtes bringen, konnte Christel Gabler mit ihrer kaufmännischen Ausbildung, den Erfahrungen in ihrer unternehmerischen Tätigkeit und ihrer langjährigen Arbeit in der Kommunalpolitik punkten.



Herr Willms beendete die Podiumsdiskussion nach knapp zwei Stunden und bat die vier Bürgermeisterkandidaten zu einem abschließenden Statement für Radio MK, in dem die Politiker kurz ihre Ziele für die Radiohörer zusammenfassen konnten. Christel Gabler stellte hier nochmals heraus, dass ihr Hauptaugenmerk auf der Förderung der Stadtgestaltung im Hinblick auf den demografischen Wandel gerichtet ist.