CDU Stadtverband Lüdenscheid / Kreisverband Mark
So geht Lüdenscheid!

Ein Erfahrungsbericht

Meine Zeit im Jugendlandtag

Vom 28.-30. Juni nahm ich gemeinsam mit 187 anderen Jugendlichen aus ganz NRW am 2. Jugendlandtag teil.
 3 Tage lang hatten wir die Möglichkeit, den jeweiligen Landtagsabgeordneten unseres Kreises zu vertreten und uns so wie echte Politiker zu fühlen und deren Alltag ein Stück weit selbst zu erleben.
Am Sonntag, nachdem wir alle angereist und uns mit Infomaterialien über die Arbeit des Landtags eingedeckt hatten, begrüßte uns der Vizepräsident des Landtags im Plenarsaal und wir bekamen eine Führung durch das Gebäude.
 Als wir uns alle -entsprechend der Parteien, denen wir nun zugehörig waren- in den jeweiligen Fraktionsräumen eingefunden hatten standen die ersten Wahlen für die Schriftführer und den/die Fraktionsvorsitzende/n an.

Neben mir kandidierten noch 16 weitere Jugendliche für das Amt des/der Fraktionsvorsitzenden, und ich freute mich sehr, als das Ergebnis feststand, dass ich nun für die nächsten Tage den Fraktionsvorsitz der CDU inne hatte.
 Direkt nach der Wahl ging es für mich auch schon weiter mit Presse- und Interviewterminen und einer Einführung in die Rechte, Pflichten und Aufgaben einer Fraktionsvorsitzenden.
 Nachdem wir den Landtag am Sonntagabend verlassen hatten und den Abend bei einem Film und angeregten Gesprächen ausklingen ließen, sanken alle müde und mit freudiger Erwartung auf den morgigen Tag ins Bett.
 Der Montagmorgen begann für mich als CDU- Fraktionsvorsitzende eher als für die anderen Teilnehmer und ich machte mich schon früh in das mir zur Verfügung stehende Büro auf, um mich für den anstehenden Tag, der mit vielen Sitzungen und Terminen gefüllt war, vorzubereiten.
 Um 10 Uhr stand die erste von 3 Fraktionssitzungen an- des Weiteren standen auf dem Tagesprogramm noch Arbeitskreis- und Ausschusssitzungen- wir erlebten also einen regelrechten „Sitzungsmarathon”, in dem wir über die Themen „Zeugnisse für Lehrer?” und „Initiative gegen Gewaltprävention” angeregt debattierten und diskutierten.
 Für mich endete der Tag um 1:30 Uhr, nachdem ich noch ein letztes Mal meine Rede für die morgige Plenarsitzung eingeübt hatte.

Als CDU- Fraktionsvorsitzende der CDU war mir die gemeinsame Konsensfindung ein sehr wichtiges Anliegen. Auch wenn dies bei 87 „Abgeordneten” nicht immer einfach war, gelang es doch, gemeinsame Beschlüsse- auch fraktionsübergreifend- zu treffen, die wir am Dienstag in einer 3stündigen Plenarsitzung vortrugen und mit denen sich nun die „echten” Ausschüsse des Landtags beschäftigen werden.

Meine Zeit bei Jugendlandtag war eine spannende neue Erfahrung, an die ich mich noch lange gerne erinnern werde.
 Der Jugendlandtag war eine tolle Möglichkeit, Politik selbst zu gestalten und hautnah zu erleben. Es hat mich sehr gefreut, so viele junge Menschen zu treffen, die, wie ich, Politik als Möglichkeit begreifen, unsere Gesellschaft und unser Land mitzubestimmen und einen Unterschied zum Positiven zu bewirken.
 Von der allgemein oft beschriebenen „Politikverdrossenheit” der Jugendlichen war beim Jugendlandtag nichts zu spüren- im Gegenteil!
 Ich wünsche mir, dass das politische Interesse & Engagement der Jugendlichen, das man beim Jugendlandtag ganz deutlich wahrnehmen konnte, sich noch intensiviert und viele mehr ansteckt, denn: Wir sind die Generation, die- langfristig gesehen- von den politischen Entscheidungen, die heute getroffen werden, betroffen sein wird!

Merisha Janke