Die Mittelstands- und Wirtschaftsvereinigung (MIT) der CDU fordert einen einfachen und unbürokratischen Zugang zu Fördergeldern für Ausbildungsplätze. In einer Veranstaltung unter dem Titel „Mit Anstand durch die Krise” diskutierten Mitglieder der MIT und der Jungen Union mit Vertretern der Agentur für Arbeit Iserlohn und der Handelskammer. Ziel war es, den Arbeitgebern, Personalverantwortlichen und Jugendlichen, einen Überblick über den aktuellen Stand der Ausbildungssituation im Märkischen Kreis zu bieten. Dabei stellte sich heraus, dass die Krise noch nicht den Ausbildungsmarkt erreicht hat. Frau Pankau von der Agentur für Arbeit Iserlohn stellte fest: „Alle Arbeitgeber im Märkischen Kreis bemühen sich, die aktuellen Ausbildungsplätze auch im nächsten Jahr anzubieten. Allerdings spüren wir schon eine Zurückhaltung bei Betrieben.” Herr Lux, Geschäftsführer und Leiter des Geschäftsbereiches „Berufliche Bildung” betonte, dass es nun überlebenswichtig für die heimischen Betriebe sei, in die Zukunft zu investieren: „Wenn heute nicht ausgebildet wird, fehlen im Aufschwung die Facharbeiter!” Die SIHK bietet Unternehmen eine Vielzahl von Förderungen an. Ziel sei es hier, besonders kleinere Betriebe in die Lage zu versetzen, eigene Auszubildende zu beschäftigen. Bewährt habe sich dabei besonders das Angebot der Lehrwerkstätten, in denen Azubis die Inhalte lernen können, die in kleineren Betrieben nicht vermittelt werden können.

Die MIT wird zum kommenden „Tag des Ausbildungsplatzes” ihre Mitglieder dazu aufrufen, weitere Ausbildungsplätze zu schaffen und bestehende Angebote zu wahren. Das sei nicht nur eine Frage des Anstandes und der Verantwortung für die Jugendlichen, sondern auch eine Überlebensstrategie für die Zukunft. Dazu gehöre aber auch, so der MIT Vorsitzende Ralf Schwarzkopf, dass die Schüler anständig lernen, damit diese überhaupt ausbildungsfähig sind. Hier gebe es noch immer Wissensdefizite, die manchem Personalreferenten beim Lesen der Bewerbungen die Tränen in die Augen treibe.