Vorsitzender des deutsch-türkischen Forums in der CDU NRW wirbt für mehr Dialog in der Integrationspolitik
Arslan führte in seinem Vortrag weiter aus, dass erschwerend bei der Annäherung sei, dass das kulturelle Umfeld in Deutschland sehr rational geprägt ist. Integration habe viel zu tun mit Gefühl. Eine Möglichkeit der besseren Integration sieht Arslan in der Vermittlung: Ziel müsse es sein, sich als Deutsche und Migranten unter dem Begriff des Patriotismus zu versammeln. Dieses Verständnis sei in Deutschland aber leider nicht vorhanden. Das Verständnis für „Nation” müsse sich verändern. Es herrsche ein Widerspruch zwischen der gesetzlichen Ordnung und dem gesellschaftlichen Verständnis. Dies habe etwas mit dem Nationenbegriff zu tun. Gerade im Vergleich des türkischen und deutschen Verständnisses von Nation fände eine Übertragung auf die jeweils andere Gruppe statt, weil beiden Nationenbegriffen, demjenigen in Deutschland und demjenigen in der Türkei der Widerspruch zwischen gesetzlicher Ordnung und gesellschaftlichem Verständnis immanent sei. Zudem wäre das kulturelle Umfeld in Deutschland sehr rational orientiert. Viele Migrantengruppen seien von der Mentalität her emotionaler veranlagt.
Arslan schloss damit, dass er die Union als seiner Ansicht nach prädestiniert für die gesellschaftliche Begleitung des Integrationsprozesses ansieht, gerade auch aufgrund des durch die CDU vertretenen Menschenbildes.